Prag im Dezember: Lichterglanz, Pokerchips und ein guter Tipp direkt am Flughafen

Mitte Dezember stand mein letzter Pokertrip des Jahres an. Und wie das im Dezember so ist: Die Auswahl wirkt fast schon absurd gross. Überall lockt noch „das letzte grosse Turnier“ – Bahamas, Las Vegas, Campione … oder eben Prag. Winterlich, charmant, ein bisschen rau, aber genau deshalb so reizvoll.

Am Ende war die Entscheidung schnell gefällt. Ein paar Freunde hatten den Trip ohnehin schon geplant. Ich musste also nur noch das tun, was ich inzwischen ziemlich gut kann: spontan zusagen, schnell packen und los.

Packen ohne Drama: Handgepäck, aber entspannt

Ich merke jedes Mal mehr, wie befreiend leicht Reisen sein kann, wenn man nicht mit „für alle Fälle“-Gepäck unterwegs ist. Diesmal blieb es bei Handgepäck – und ehrlich: es hat völlig gereicht.

Carry-on:

  • frische Unterwäsche für jeden Tag
  • 4 T-Shirts
  • eine Hose
  • ein Sweater
  • Gym Ausrüstung (Short, T-Shirt, Schuhe)
  • Badehose
  • WoodSandWaves Outdoor Tuch (Für Gym oder Notfalltuch)
  • Zahnbürste, Zahnpasta, Deo direkt in einen 1L Ikea Beutel

TRVLbits-Tipp: Die ganze Gym Ausrüstung packe ich direkt in den Drybag von Cocoon, diesen brauche ich dann bei Ankunft für die Schmutzwäsche.

  • ultraleicht · wasserfest · vielseitig
    Preisspanne: CHF 27.95 bis CHF 36.95 Ausführung wählen Dieses Produkt weist mehrere Varianten auf. Die Optionen können auf der Produktseite gewählt werden

Umhängetasche:

  • Laptop und  Maus
  • kleine Tasche für Verbatim Travel Charger, Kabel, Casinokarten, Bankingzugang etc.
  • Powerbank, die im Notfall auch den Laptop 1x laden kann.
  • Over-Ear Kopfhörer mit Noise-Cancelling (unverzichtbar für mich bei Flugreisen)
  • Medikamente

Und wie immer gilt: Was Platz sparen soll, ziehe ich an. Bequeme Schuhe, eine Trainingshose mit Reissverschlusstaschen (ich mag das sichere Gefühl, dass nichts rausfällt), T-Shirt, Hoodie mit Reissverschluss, Jacke. Minimaler Aufwand, maximale Ruhe.

Ankommen in Prag: Ruhe – und dann direkt Wachsamkeit

Die Reise nach Prag verlief ohne Zwischenfälle und dank der Noise-Cancelling Kopfhörer kam ich entspannt am Flughafen in Prag an. Dort allerdings hörte die Entspannung auf. Prag ist bekannt dafür, dass es an jeder Ecke Scams gibt. Und auch direkt beim Ausgang am Flughafen wird man darauf hingewiesen, dass man vorsichtig sein sollte. 

Prag ist wunderschön – aber leider auch bekannt dafür, dass man als Tourist schnell zur Zielscheibe wird. Und der erste Kontakt damit kann ausgerechnet am Flughafen passieren. Schon dort wird man darauf hingewiesen, vorsichtig zu sein. Das ist nicht dramatisch gemeint, aber: Es ist gut, es ernst zu nehmen.

Das „offizielle Taxi“ am Flughafen läuft über Uber – aber genau da setzt der Klassiker an: Direkt am Ausgang stehen Leute, die ungefragt „helfen“ wollen. Sie wirken freundlich, routiniert, als würden sie dir Zeit sparen. In Wirklichkeit lotsen sie dich manchmal an den offiziellen Wegen vorbei – und am Ende zahlst du deutlich mehr.

Ein Freund von mir ist am nächsten Tag genau darauf reingefallen. Ergebnis: 45 € statt etwa 15 €, die wir mit dem richtigen Uber bezahlt haben. Das ist so ein Moment, der einem die Ferienlaune nicht zerstört – aber sofort klar macht: In Prag lohnt sich ein wacher Start.

Mein Tipp für Prag (und generell):

Wenn dich jemand ungefragt „führt“, abbrechen. Keine Diskussion. Einfach freundlich weitergehen und nur über offizielle Apps/Automaten buchen.

Wer Prag besucht, sollte sich auch den YouTube-Kanal Honest Guide merken. Die Videos sind unterhaltsam, aber vor allem praktisch – und sie helfen, typische Fallen früh zu erkennen.

Dezember in Prag: nicht eisig, aber voller Stimmung

Dieses Jahr war’s temperaturmässig nicht so winterhart, wie man es sich vielleicht vorstellt. Trotzdem: Prag im Dezember hat seinen eigenen Zauber. Überall Lichter, Weihnachtsdeko, geschmückte Ecken, warme Fenster, kalte Luft – dieser Kontrast, der die Stadt noch filmischer wirken lässt.

Und ja: Selbst am Pokertisch hatte die Weihnachtsstimmung ihren Auftritt. Ein Croupier sah aus, wie der Weihnachtsmann.

Poker, Freunde und das Beste am Citytrip: einfach zusammen sein

Die Pokerturniere waren alle sehr gut besucht, trotz all den anderen Events über die ganze Welt verteilt. Für mich verlief der Trip ganz erfolgreich, ich konnte immerhin mit einem Plus abschliessen. 

Aber ehrlich: Das Highlight war nicht das Ergebnis. Es war die Zeit mit Freunden. Dieses „Wir sehen uns zu selten“-Gefühl, das sich nach zwei Abenden schon in „als wäre es gestern gewesen“ verwandelt.

Und natürlich haben wir Prag auch kulinarisch genutzt. Was ich an der Stadt mag: Du bekommst alles. Lokale Küche, türkische Klassiker, vietnamesisch – und das oft in einer Dichte, die dich beim Spazierengehen ständig neu entscheiden lässt.

Nächstes Ziel: Vietnam

Ende Januar geht’s für mich nach Vietnam. Wahrscheinlich ein Trip ohne Poker – in Asien ist das Casino-Thema deutlich weniger präsent. Wobei ich beim letzten Mal trotzdem irgendwie ein paar Hände gespielt habe (mit Regeln, die… sagen wir: kreativ waren). Einen Blog dazu gibt’s ziemlich sicher.

Zum Schluss noch eine Frage an euch:

Was sind eure besten Tipps und Tricks für kurze Städtereisen? Schreibt sie gerne in die Kommentare oder per Email.

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