Winter Escape nach Vietnam

Der Winter in der Schweiz empfinde ich eher als mühsam, darum versuche ich immer ein paar Wochen an eine wärmere Destination zu entkommen. Dieses Jahr war das Ziel nach neun Jahren wieder einmal Vietnam. Als Vorbereitung auf die Reise habe ich bereits zwei Einträge verfasst, und zwar:

So setze ich meine Tipps um

Das sind für mich immer zwei wichtige Themen, vor allem einige Wochen vor der Abreise. Die SIM wollte eigentlich in Hanoi in einem Viettel Shop kaufen, schlussendlich war es mir aber den Aufpreis von $3 am Flughafen wert. Und ich habe für etwa $12 unlimitierte Daten gekauft.

Zum Thema Geld hatte ich Glück, ein Freund war einige Wochen zuvor in Vietnam, und hat mir etwas Währung mitgebracht. Vietnam ist ein Land mit vielen Strassenverkäufern und Bargeld hat einen sehr hohen Stellenwert. Daher habe ich in Hanoi USD in Vietnamesische Dong bei einem Goldhändler gewechselt. Dort sind die Kurse sogar meistens über den offiziellen Wechselkurse wenn die Noten in sehr gutem Zustand sind, da die Goldhändler USD benötigen.

Später benötigten wir noch etwas mehr Bargeld und ich habe mit meiner Revolutkarte bei einem Bankomat Geld bezogen, allerdings ist das in Vietnam mittlerweile nur noch bei einer Bank gratis (VPBank).

Ein Tag Hanoi genügt

Wir sind morgens um 6 Uhr gelandet und hatten zehn Stunden Zeit, die Stadt zu erkunden. Wir haben den Layover so geplant, weil ich bisher von allen gehört habe, dass Hanoi nicht wirklich sehenswert ist.

Und so war es dann auch, es gab einige coole Orte wie die “Train Street”, aber das war es dann auch schon.

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"Train Street" in Hanoi

Die alte kaiserliche Hauptstadt Hue

Da wir ein Hotel ausserhalb der Stadt gebucht hatten, haben wir uns bereits für den Aufenthalt in Hue Scooter gemietet. Und das war eine sehr gute Entscheidung, denn die Stadt war im Touristenviertel sehr lebendig und ich geniesse am Abend gerne meine Ruhe. Hue ist bekannt als Hauptstadt während der Nguyen-Dynastie von 1802 bis 1945. Die Kaiser regierten von der Zitadelle Thang Long aus, die heute ein beliebtes Reiseziel ist. Viele dieser Kaiser waren von den Franzosen ernannt worden, oft bereits als Kinder, da es einfacher war, diese zu beeinflussen.

Uns erschien das alles sehr touristisch und unser Highlight war ganz klar, als wir einen Nachmittag die Fischerdörfchen entlang der Küste erkundeten. Das war nur etwa 30 Minuten vom Zentrum entfernt, aber es schien, als würden sich nicht viele Ausländer dahin verirren. Die Leute waren alle sehr freundlich und alle Kinder schrien “Hello Hello Hello”, wenn sie uns vorbeifahren sahen.

Leider war der Strand immer noch stark verschmutzt von den Fluten im letzten Herbst, zumindest hoffen wir, dass es normalerweise etwas weniger dreckig ist.

Danang und Hoi An sind sehr beliebt bei Touristen

Und das aus gutem Grund. Hoi An hat eine wunderschöne Altstadt mit Lichterketten geschmückt, aber zu gewissen Zeiten auch sehr überlaufen mit Touristen und es fühlt sich eher wie ein Vergnügungspark an. Trotzdem ist es auf jeden Fall einen Besuch wert und wenn man günstig massgeschneiderte Kleidungen möchte, gibt es da viele Optionen. Wie auch schon bei meinem letzten Besuch, habe ich mir einen Anzug bei Vanda Tailors fertigen lassen mit vier Hemden für gerade einmal $300. Dafür muss man allerdings etwa vier Tage einrechnen, aber das war kein Problem mit unseren Scooter und dem Hotel genau zwischen Hoi An und Danang.

Danang ist ganz anders, sehr modern und die ganze Stadt ist in den letzten 70 Jahren entstanden. Zuerst war die Stadt vor allem bei den Koreanischen Touristen beliebt, mittlerweile ist der Mix aber viel internationaler geworden. Der Strand ist wunderschön und riesig, sehr gute Restaurants gibt es aus allen Ecken der Welt und immer noch super günstig.

Folgende Restaurants haben wir besucht und sind absolut empfehlenswert:

  • Bếp Cuốn Đà Nẵng: Es ist im Michelin Guide, aber hat keinen Stern. Trotzdem super, auch um die Vietnamesische Küche in einem schickeren Umfeld kennenzulernen. Die Preise sind etwas höhere als in wirklich lokalen Restaurants, man kann mit etwa $5-$10 pro Person rechnen.
  • Gyusachi Yakiniku: Trotz japanischen Namen ist das Essen eher Koreanisches BBQ. Preislich etwas teurer, aber mit Getränken so $10-$15 pro Person für All You Can Eat BBQ.
  • Heo nướng lu Ông Phú Đạt: Das beste Banh Mi in Danang, mit knusprigen Pork Belly für weniger als $1. Wir haben da mehrmals einen Stop für einen Zwischensnack eingelegt. 

Ein weiteres beliebtes Ziel in Danang ist Ba Na Hills, allerdings war das Wetter an den geplanten Tagen nicht so gut, und wir wollten nur gehen, wenn wir auch eine tolle Aussicht erleben konnten. Daher haben wir uns die Hills für das nächste Mal aufgehoben. 

Ninh Binh hat die schönste Landschaft

Die letzten beiden Tage verbrachten wir in Ninh Binh etwa 2.5 Fahrstunden südlich von Hanoi. Entweder mit dem Bus erreichbar oder mit einem privaten Taxi für etwa $50 pro Weg. Das war unsere Wahl, da wir nicht so viel Zeit hatten.

Die Landschaft ist wirklich wunderschön, es gibt viele Tempel zu besichtigen und man kann schöne Bootstouren durch riesige Höhlen machen.

Unser Highlight war der Chùa Bái Đính Tempel, der in einem Gebäude drei goldene Buddhas hatte mit je einem Gewicht von 50 Tonnen. Und von der Pagode Báo Thiên Stupa hat man eine super 360° Aussicht. Allerdings ist der ganze Tempel erst etwa 20 Jahre alt, aber auf Land gebaut, wo sich schon länger Tempel befinden.

Chùa Bái Đính
Chùa Bái Đính Tempel in Ninh Binh

Fazit

Vietnam hat sich massiv verändert in den letzten neun Jahren. Der Tourismus ist stark gewachsen, aber es scheint dem Land auch wirtschaftlich viel besser zu gehen. Trotz der Nähe und vielen Ähnlichkeiten zu Thailand ist es ganz anders, und ich werde das Land bestimmt wieder besuchen.

TRVLbits-Tipp: Die ganz Schmutzwäsche für zwei Personen hat in einem unseren Drybags gepasst. So blieb unsere andere Wäsche immer trocken und frisch, was in einem tropischen Land wie Vietnam besonders wichtig ist.

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