So packe ich für unsere Familie: zwei Wochen Lanzarote im Februar

Seit wir mit Kindern reisen, hat sich mein Verhältnis zum Packen komplett verändert. Früher habe ich ein paar Tage vorher den Koffer hervorgeholt und irgendwie alles reingestopft. Heute fange ich gut eine Woche vorher an. Nicht aus Stress, sondern weil es mir hilft, ruhig und bewusst zu planen.

Gerade Winterferien im Süden liebe ich besonders. Während draussen noch dicke Jacken im Einsatz sind, kann ich unsere Sommersachen schon früh bereitlegen. Vieles brauche ich hier ohnehin nicht mehr, das macht den Einstieg ins Packen einfacher. Für mich fühlt sich das fast wie ein sanfter Start in die Ferien an.

Planung statt Last Minute

Ich schreibe mir immer eine Packliste. Manchmal klassisch, manchmal mit Unterstützung von KI. Ich gebe an, wohin wir reisen, wie lange wir bleiben, wie alt die Kinder sind und wie das Wetter vor Ort aussieht. Für Lanzarote im Februar bedeutet das: tagsüber angenehm mild, abends kann es frischer werden. Leichte Pullover ja, dicke Jacken nein.

Ein entscheidender Punkt für mich ist, dass wir eine Waschmaschine vor Ort haben. Das verändert alles. Ich packe nicht für 14 Tage, sondern für etwa fünf bis sechs. Waschen gehört für mich einfach dazu und nimmt enormen Druck raus. Ich reise viel entspannter, wenn ich weiss, dass nicht jeder Pulli und jedes Shirt mit muss.

Minimalistisch reisen, auch mit Kindern

Ich packe bewusst minimalistisch. Was ich zu Hause nicht anziehe, ziehe ich auch in den Ferien nicht an. Das gilt für mich genauso wie für meinen Mann. Bei den Kindern plane ich etwas grosszügiger, weil Kleidung schneller dreckig wird. Ein zusätzliches Ersatzoutfit pro Kind gibt mir Sicherheit.

Bei den Schuhen halte ich es simpel. Ein Paar trage ich beim Reisen, dazu kommt ein besseres Paar, zum Beispiel zum Wandern, und etwas Offenes für Strand oder Pool. Mehr braucht es für zwei Wochen auf einer Insel nicht.

Ordnung, die mir den Kopf frei macht

Wenn man mit wenig Gepäck reist, braucht es ein gutes System. Für mich heisst das, alles klar zu trennen. Kleidung, Wäsche, Schuhe, Medikamente, Spielsachen. Ich weiss jederzeit, wo was ist, und muss nicht lange suchen.

Gerade beim Waschen unterwegs setze ich auf einfache Lösungen. Ich nehme Waschstreifen mit, die kaum Platz brauchen, nicht auslaufen und sehr leicht sind. Dazu kommt eine leichte Reisewäscheleine, die man fast überall aufspannen kann. So ist das Thema saubere Kleidung schnell erledigt, ohne grossen Aufwand.

TRVLbits-Tipp: Einige dieser Dinge stammen bei uns von TRVLbits. Nicht, weil es ein Muss ist, sondern weil sie sich für unseren Reisestil bewährt haben und mir das minimalistische Packen erleichtern. Zum Beispiel die Waschstreifen von bluu und die kompakte Wäscheleine von Cocoon.

Handgepäck mit Kindern: mein grösster Denkprozess

Das Handgepäck braucht bei mir genauso viel Planung wie der Koffer. Zwei kleine Kinder, Flugzeit, Wartezeiten. Ich bereite das alles bewusst vor.

Ich kaufe Snacks im Voraus und lege sie bereit. Dazu kommt meist eine kleine Überraschung, nichts Grosses, einfach etwas Neues zur Ablenkung. Das hilft oft mehr, als man denkt.

Beide Kinder haben ein Tablet. In den Ferien bin ich entspannt, was Medienzeit angeht. Wichtig ist mir nur, dass alles offline verfügbar ist. Serien, Filme, Spiele. Gute Kopfhörer sind für mich ein Muss, weil viele Kinderkopfhörer einfach zu leise sind und das sonst schnell frustrierend wird.

Dazu kommen ein paar Ausmal oder Rätselbücher und für den Grossen ein Gameboy. Mehr nehme ich nicht mit. Weniger Zeug bedeutet weniger Chaos.

Arbeiten unterwegs, aber ohne Druck

Was für mich fix dazugehört, ist mein Arbeitslaptop. Ich arbeite auch unterwegs und wenn wir zwei Wochen weg sind, möchte ich erreichbar bleiben. Nicht ständig, aber so, dass ich Anfragen beantworten oder Offerten erstellen kann, wenn etwas reinkommt.

Für mich fühlt sich das sehr stimmig an. Ich habe keinen Stress, vor der Reise alles abzuarbeiten oder abzugeben, und weiss, dass ich reagieren kann, wenn es nötig ist. Solange das Arbeitsvolumen überschaubar bleibt, gibt mir das eher Ruhe als Druck. So habe ich von A bis Z alles im Griff und kann die Reise trotzdem geniessen.

Ankommen ohne zusätzlichen Stress

Dieses Mal haben wir eine Villa gebucht, und der Vermieter bietet an, vor unserer Ankunft einzukaufen. Wir landen am Abend, und so müssen wir nicht nochmals los. Das Nötigste steht bereit, am nächsten Morgen wird es Frühstück geben und dann können wir in Ruhe frische Sachen einkaufen.

Gerade mit Kindern machen solche kleine Entscheidungen für mich einen riesigen Unterschied.

Unsere Kofferaufteilung

Ich möchte keine vier Koffer für zwei Wochen. Dafür sind die Kinder noch zu klein.

So machen wir es:

  • Ein grosser Koffer für beide Kinder inklusive Windeln
  • Ein grosser Koffer für uns Erwachsene, jeder eine Seite
  • Ein mittelgrosser Koffer für alles andere wie Schuhe, Reiseapotheke, Spielsachen, Sandspielzeug und kleine Spiele

So bleibt alles übersichtlich und wir wissen genau, wo was ist.

Mein Fazit

Packen ist für mich kein notwendiges Übel mehr. Es ist Teil der Reise. Mit guter Planung, etwas Minimalismus und realistischen Erwartungen wird es deutlich entspannter. Gerade mit Kindern geht es nicht darum, auf alles vorbereitet zu sein, sondern die richtigen Dinge mitzunehmen und den Rest loszulassen.

So starten wir auch unsere zwei Wochen Lanzarote im Februar. Ruhig, reduziert und mit Vorfreude.

Noch mehr Pack-Inspiration

Wenn du Lust hast, mich beim Packen live zu begleiten, schau gerne auf Instagram vorbei:

Dort teile ich regelmässig Reels rund ums Packen, Reisen mit Kindern und zu verschiedene Destinationen. Gerade vor Reisen nehme ich euch oft mit in meinen Packprozess und zeige, wie ich Dinge konkret löse, vom Handgepäck bis zum Familienkoffer.

Ausserdem findest du dort auch mehr zu mir und meiner Arbeit als Reiseexpertin EFZ mit Fokus auf Reisen weltweit. Wenn du auf dem Laufenden bleiben möchtest oder Inspiration für deine nächste Reise suchst, bist du dort genau richtig.

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