Wir alle kennen das Ritual. Zip-Beutel raus, Flasche rein, hoffen dass die Sonnencreme nicht ausläuft, dem Typ vor dir beim Ausziehen der Schuhe zusehen und innerlich sterben. Willkommen an der Sicherheitskontrolle 😩
Ab dem 26. Juni 2026 ist das am Flughafen Zürich für viele von uns etwas entspannter. Nicht komplett stressfrei, wir reden immer noch von einem Flughafen, aber zumindest bei den Flüssigkeiten hat sich etwas getan.
Was sich geändert hat
Lokalabfliegende Passagiere dürfen ab sofort Flüssigkeiten in Behältern bis zu 2 Litern im Handgepäck mitführen. Der berühmte 100ml-Beutel ist für Abflüge ab Zürich Geschichte.
Klingt gut. Ist auch gut. Aber natürlich gibt es Ausnahmen, sonst wäre es ja kein Flughafen 😉
Ausnahme 1: Doppelwandige Gefässe
Thermos, isolierte Kaffeebecher und Co. dürfen nur leer durch die Kontrolle. Die Begründung ist technisch und hat damit zu tun, dass man nicht reinschauen kann. Also: Thermoskanne leer einpacken, nach der Kontrolle befüllen.
Ausnahme 2: Transferpassagiere
Wer in Zürich nur umsteigt und nicht ab Zürich startet, fällt weiterhin unter die alte 100ml-Regel. Die Kontrollstellen für Transfers werden erst später umgerüstet. Schau also auf dein Ticket, bevor du stolz deine Grosspackung Shampoo einpackst.
Was das im Alltag bedeutet
Für Pendler und Kurzurlauber, die regelmässig ab Zürich fliegen, ist das eine echte Erleichterung. Endlich die eigene Lieblingscreme in normaler Grösse, die Flasche Mineralwasser schon vor dem Gate und kein Tetris-Spiel mehr mit Mini-Fläschchen.
Für alle anderen gilt: Der Rest der Welt hat diese Regel nicht. Wer von einem anderen Flughafen zurückfliegt, spielt nach wie vor nach alten Regeln. Das ist kein Detail, das man am Gate herausfinden möchte.
Was sich nicht geändert hat (und oft vergessen wird)
Verbotene Gegenstände bleiben verboten. Scheren über einer bestimmten Klingenlänge, Taschenmesser, Feuerzeuggasflaschen. Falls du dir bei etwas nicht sicher bist, hat der Flughafen Zürich eine Liste mit erlaubten und verbotenen Gegenständen.
Und jetzt der eigentlich wichtige Teil
Die neue Regel beantwortet die Frage “Was darf ich?”, aber nicht die Frage “Was macht wirklich Sinn?”
Macht es wirklich Sinn eine normale Shampoo-Flasche mitzunehmen? Brauche ich im Urlaub wirklich meine grosse Duschgel-Flasche? Wir nehmen meistens im Bereich Kosmetik, Duschutensilien oder andere Flüssigkeiten zu viel in den Urlaub mit und müssen es ja auch noch schleppen. Und diese Behälter können oft dem Druckausgleich im Flugzeug nicht standhalten. Deshalb macht es nach wie vor Sinn, diese Flüssigkeiten in auslaufsicheren, kleineren Behälter mitzunehmen.
Was aber wirklich Sinn macht und uns total freut: man darf die eigene Trinkflasche mitnehmen und muss nicht den Inhalt ausleeren.
Fazit
Die neue Regel am Flughafen Zürich ist ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Sie löst aber nicht das grundsätzliche Thema: Wer smart reist, fragt nicht “Was darf rein?”, sondern “Was brauche ich wirklich?”
Die Antwort ist meistens: weniger als du denkst.
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